Wie sich die Klimabilanz von Beton verbessern lässt

Beton gehört zu den meistgenutzten Substanzen weltweit. Jedoch trägt die Herstellung des Baustoffes zu 6-10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen bei. Ein Artikel von Gregor Honsel aus der Technology Review 5/2021 lässt Wolfram Schmidt zu Wort kommen. Dieser
ist an der BAM, der Bundesanstalt für Materialprüfung, tätig und arbeitet an Ideen für eine klimafreundlichere Herstellung von Beton. Den Baustoff komplett durch Holz zu ersetzen ist wohl nicht möglich. Laut Schmidt fände gerade in Schwellenländern schon zu viel Abholzung statt. Beton dagegen sei ein Rohstoff, der weltweit zur Verfügung stünde.

Auch lässt sich überlegen, Beton einzusparen. Vor allem für den Bau von Hochhäusern bedarf es einer großen Menge des Baustoffes. Jedoch würden flache Bauten die Landschaft zersiedeln und es gäbe mehr Verkehr. Schmidt gibt jedoch zu bedenken, dass Architekten bei der Planung etwas mehr Zurückhaltung an den Tag legen könnten: Gerade hohe Abstände von Decke zu Boden ohne Stütze benötigen Betonträger in gigantischem Ausmaß. Schmidt kritisiert zudem auch die Ausbildung von Bauingenieuren. Das Thema Nachhaltigkeit komme zwar langsam auf den Lernplan, jedoch müsse dieses Thema an mehr Bedeutung gewinnen.
Bei der Herstellung von einer Tonne Zement werden insgesamt 600 bis 900 Kilogramm
Kohlendioxid freigesetzt. Rund 60 Prozent davon entstehen bei der Umwandlung von
Kalkstein in Calciumoxid. Eine Option wäre es, das CO
2 abzufangen, sog. „Carbon Capture and Storage“ (CCS). Jedoch ist dies nicht nur kostenintensiv, sondern braucht auch sehr viel Energie. Zudem ist unklar, was mit dem abgefangenen und eingelagerten CO2 passieren soll.
Es muss mithin eine Möglichkeit gefunden werden CO
2 schon bei der Herstellung selbst
einzusparen.

Eine mögliche Lösung könnte sein, Kalkstein durch einen anderen geeigneten lokal vorhandenen Stoff zu ersetzen. So verwendet man in Ländern wie Nigeria zum Teil die Schalen der Maniok-Pflanze. Maniok ist dort ein Grundnahrungsmittel, verwertet wurden von der Pflanze bisher aber nur die Wurzeln, während die Schalen weggeworfen wurden. In anderen Gegenden könnten andere Pflanzenabfälle wie Maiskolben oder Zuckerrohrreste verwendet werden. Jedoch wird somit keine flächendeckende Dekarbonisierung gelingen.
Großes Potential soll Kaolinit mit sich bringen. Dabei handelt es sich um ein Aluminiumsilizium-Mineral. Dessen Verbrennung kann bei erheblich niedrigeren Temperaturen stattfinden.

Aber auch die Verbesserung der Herstellungsprozesse ist ein wichtiger Punkt. Zum einen könnte man „Klinker“ einsparen, indem man mehr „Füller“ verwendet. Hierfür müssten die Korngrößen optimiert werden, was oftmals auch schon geschieht. Zum anderen wird beim Anmischen des Betons auf den Baustellen häufig sehr großzügig mit Zement umgegangen. Würde Beton lediglich in Fabriken angesetzt werden und anschließend zur Baustelle gefahren
werden, könnte man eine Einsparung von 10 Prozent des Zements erreichen. Jedoch müssten hierfür die Anfahrtswege möglichst kurz sein.
Es wird klar: Die eine Lösung gibt es nicht. Damit Beton in Zukunft klimafreundlicher wird, müssen viele kluge Köpfe zusammenarbeiten und es muss an vielen Schrauben gedreht werden.

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